Sonntag, 1. Juni 2014 – Meisterschaft

Depo vs. RotoR – 4:0

Die Null steht! und diesmal sogar auf der richtigen Seite

Wie sagen die Franzosen? Les absents ont toujours tort. Wer nicht dabei war, hätte das wohl nicht mehr für möglich gehalten nach dieser rundum deprimierenden, phasenweise entwürdigenden, grotesk schlechten Vorrunde: Depo trifft ins Tor! Und zwar nicht einfach einmal, und das wars. Am Ende hiess es 4:0 gegen Rotor, endlich stand die Null auf der richtigen Seite. Dabei war der Kader so dünn, dass wir die ganze zweite Halbzeit ohne Auswechselspieler bestreiten mussten.

Den Goalie, auch mit Luca nie eine Schwachstelle, mussten wir uns bei Schachtjor ausleihen, zwei weitere Aushilfen sorgten mit Biss und Laufstärke im Mittelfeld für Stabilität. Hinten konnten wir uns dank Rückkehrer Fisch sogar den Luxus leisten, den etatmässigen Abwehrchef in der ersten Hälfte lange Zeit als präsidialen Coach an der Seite dirigieren zu lassen. Und vorne hatten wir Roger den Jüngeren, der nach einem schönen Spielzug über mehrere Stationen die nötige Kaltblütigkeit zeigte und mit dem 1:0 endlich! endlich!! endlich!!! den verdammten Fluch zu brechen.

E-R-L-Ö-S-U-N-G-!

In der Folge griff nicht etwa die Angst vor dem Rückfall um sich, sondern: Zuversicht! Selbstbewusstsein! Grandezza! Vor allem die Gebrüder Manav waren nicht mehr zu halten (die Doppeldeutigkeit ist hier beabsichtigt, doch dazu später). Die exakte Reihenfolge und Urheberschaft der Tore liegen im Nebel des Triumphes, aber ich glaube, Firat traf noch in der ersten Hälfte mit einem beherzten Schuss von halblinks ins entfernte Eck. Nach der Pause zeigte Okan, dass er seinem Bruder in nichts nahesteht, als er nach einem Einwurf nicht weniger herrlich zum 3:0 traf, ehe er auch noch für den Endstand besorgt war.

Leider folgte dann noch ein hässliches Finale, das uns mindestens zwei oder drei Plätze im Fairplay-Ranking kosten wird. Firat schiesst einen Freistoss in die Mauer, der Ball geht an den angelegten Arm eines Rotors, da fordert der Schütze beim eigentlich tadellosen Schiedsrichter lautstark einen Handspenalty – und das beim Stand von 4:0. Rudelbildung, Gebrüll und Beschimpfungen. Wars der angestaute Frust der verpatzten Gruppenphase? Keine Ahnung. Es war einfach verdammt überflüssig und ein Ärgernis.

Florian Keller

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