Sonntag, 12. Mai 2013 – Meisterschaft

Depo vs. Schachtjor – 0:2

Depo mit dem Unglück der Tüchtigen…

Gegen Schachtjor, das war von vornherein klar, würden wir nur mit sehr viel Konzentration und etwas Glück bestehen können. Die Konzentration war dann fast 80 Minuten lang da, wurde aber nicht belohnt: 0:2 gegen einen starken Gegner.

Dass wir mit einer Dreierabwehr etwas gar mutig aufgestellt waren, zeigte sich rasch. Schachtjor entwickelte von Beginn weg sehr viel Druck, kam in den Startminuten zu vier Grosschancen, die nur dank einem grossartigen Luca Sigg im Tor nicht zum Erfolg führten. Nach einem Offsidetreffer der Gegner beorderte Vögi den Schummsinho neben sich in die Innenverteidigung, und wir spielten fortan mit Viererkette. Also defensiv. Und diese Depo-Defensive stand heute wirklich gut und war kaum zu überwinden. Aber leider nur kaum …

Dass es zur Pause immer noch torlos unentschieden stand, war glücklich, aber auch der Tüchtigkeit geschuldet. Denn Depo ging beherzt, konzentriert und diszipliniert zur Sache, es gab diesmal kein Wechselchaos und keinen Schlendrian. So gesehen ein verdientes, weil redlich erkämpftes Pausen-Remis.

Nach der Pause … brachen wir nicht ein, nein. Im Gegenteil: Depo noch fokussierter und hinten so sicher, dass wir auf ein Zu-null hoffen und uns vorn den Lucky Punch erträumen durften. Aber, ach, wir kamen nie zum Abschluss. Eine schöne Kombination von Chekee und Okan führte zu einer von insgesamt vielleicht zweieinhalb echten Torszenen für Depo, der Schuss ging leider knapp darüber. Dafür passierte nach 54 Minuten das Malheur: Freistoss nach einem Rencontre, bei dem Vögi ganz sicher nicht gefoult hatte … (leider ein Fehlentscheid des sonst tadellosen Schiris). Der Freistoss wird in Corner gelenkt, und diesen Eckball verwertet Schachtjor per Kopf zum 0:1. (Stehende Bälle für und gegen uns … DAS wäre ein Trainingslagertrakdantum gewesen!) Da wir nun öffnen müssen, kommen sie zu Konterchancen, das 0:2 nach einem schnell vorgetragenen Sturmlauf ist die Folge, und das Unglück von uns Tüchtigen vollendet. Zuletzt verhindern Luca mit Glanztaten und die Latte eine noch höhere Niederlage.

Eine solche wäre aber fies gewesen, und Depo muss sich für die heutige Niederlage sicher nicht schämen. Wir haben als Team toll funktioniert und alle unser Bestes gegeben. Gruppenrang zwei sollte weiterhin unser Ziel sein.

War da noch was? Ach ja, der gegnerische Spieler Nummer 17. Dass unser abtrünniger Züri in seinem neuen Team noch nicht ganz angekommen ist, zeigte allein die Tatsache, dass er in den hellblauen Depo-Hosen durchspielte.

Bänz Friedli

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