Sonntag, 27. August 2017 – Meisterschaft

Depo vs. RotoR – 3:2

„Das sind die Dinger, die man gewinnen muss“ (O-Ton Kai)

Pomadiger Beginn, eklatante Leistungssteigerung nach der Halbzeit, beruhigende 3-1 Führung und nackte Panik zum Schluss: Depo ackert und stolpert sich zu einem verdienten 3:2.

„Los anmelden! Gäste mitbringen! WTF?“, polterte Coach Benno noch am Samstagnachmittag im Chat. Gerade mal 11 Nasen wollten zu dem Zeitpunkt eine Woche nach dem triumphalen Cup-Viertelfinale den Meisterschaftsalltag wieder aufnehmen. Pünktlich zum Anpfiff am Sonntagmorgen auf unserem Platz 11 standen dann, zahlreicher Gäste sei Dank, doch beachtliche 17 Spieler im gewohnten Depo Rot-Weiss bereit. Kai ersetzte den im letzten Moment mit einer Fussverletzung abgesprungenen Capitano im Tor, ansonsten spielten wir im gewohnten 4-4-2.

Doch vorerst passte bei uns nicht viel zusammen. Die erste Halbzeit war ein Geknorze, das Spiel nach vorne mehr oder weniger inexistent, Torchancen absolute Mangelware. Unser Gegner RotoR, insgesamt eine Spur wacher und gefährlicher, zündete ebenfalls kein inspirierendes Offensiv-Feuerwerk, kam aber durch eine Slapstick-Einlage unsererseits zumindest in die Nähe des Führungstores. Nach einem Eckball landete der Befreiungsschlag von Serge am Lattenkreuz, der Ball nahm einen derart eigenartigen Drall an, dass Kai ihn bei seinem Fangversuch wie eine heisse Kartoffel fallen liess. Im darauffolgenden Gewusel direkt vor, auf und vielleicht hinter unserer Torlinie schaffte es Simon (?) den Ball in letzter Sekunde wegzukicken. RotoR reklamierte Tor, wir spielten weiter. (Deja-vu? Ein ähnliches Torlinien-Drama spielte sich im Cupfight gegen Furttal ab. Doch ohne Torlinien-Technologie lassen wir uns nicht bezwingen.) Bis zur Pause blieb es beim 0-0.

In Halbzeit zwei zeigte sich Depo plötzlich wie verwandelt. Wir waren nun plötzlich bereit, den Gegner schon in seiner eigenen Platzhälfte unter Druck zu setzen, kamen zu ersten Chancen, zeigten unsere beste Viertelstunde. Nach wunderbarem Pass in die Tiefe von Gast Omri war es unser Torgarant Tom, der zwar nach eigener Aussage „in den Boden haute“, den Ball aber trotzdem im RotoR-Tor unterbrachte. 1-0 Depo. Bezeichnend für den herrschenden Schlendrian an diesem Morgen glich RotoR praktisch im Gegenzug zum 1-1 aus. Nach ungestörtem Spaziergang im Mittelfeld skorte der Gegner mit einem satten Weitschuss.

Der plötzliche Ausgleich beflügelte Depo zu einem Zwischenspurt, an dessen Ende eine komfortable 3-1 Führung stand. Miki spielte einen Traumpass über die gegnerische Abwehrreihe, Tom liess sich nicht zweimal bitten. Sein wunderbarer Heber kullerte via Innenpfosten gerade noch über die Linie. Kurz darauf setzte sich Tom, wieder er, auf der rechten Seite durch, passte scharf und genau in die Mitte, Gastspieler Omri lenkte den Ball direkt ins Tor. Ein herrlicher Treffer.

Das war‘s. Souverän und stilsicher beendete Depo das Spiel. Haha, denkste! Unserer Vorliebe für dramatische Schlussminuten blieben wir treu. Als RotoR fünf Minuten vor Spielende aus dem Nichts zum Anschlusstreffer kam, brach die nackte Panik aus. RotoR warf alles nach vorne, Depo verlor komplett die Ordnung und verteidigte nun wie eine Horde kopfloser Hühner. Ein letzter Eckball von RotoR, ein letztes Mal Chaos im Strafraum, ein letzter Schuss, der weit neben dem Depo-Tor landete. Geschafft! Ein mühsam erarbeiteter, wenig glanzvoller, aber sicher nicht unverdienter 3-2 Sieg.

Oder um die von Kai gleich nach Spielende verkündete, uralte Fussballerweisheit, wiederzugeben: „Das sind die Dinger, die man (auf dem Weg zu Titeln, Ruhm und Ehre, Anm. d. Red.) gewinnen muss!“ Übrigens: Ein Blick auf unsere vorläufige Saisonbilanz (inkl. Cup) löst ungeahnte Glücksgefühle aus: 10 Spiele, 8 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage. Wir stehen im Cuphalbfinal und sind Co-Leader der Gruppe A. #scarydepo #WTF? #sommermärchenneverends

Gute Besserung an dieser Stelle an die verletzt ausgeschiedenen Schumsi und Benno.

Aufstellung.

Tor: Kai

Abwehr: Vögi, Schums, Gregor, Bänz, Simon Schrämli, Roman

Mittelfeld: Miki, Serge, Tom, Rico, Simon Schwarz, David, Omri

Sturm: Tom, Patrick, Patric Marino

Bericht: Rico

3 Gedanken zu „„Das sind die Dinger, die man gewinnen muss“ (O-Ton Kai)“

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