Remis, aber für wen?

Spielermangel, akut. Wenige Minuten vor Anpfiff: Mit dem Handy am Ohr tigert Depo-Präsident Kai aufgeregt an der Seitenlinie auf und ab. Was ist los? Kader zu dünn, nicht genug Spieler am Start! Notfallmässig versucht er, das anstehende Spiel zu verschieben. Aber ist das nicht etwas zu spät jetzt? Ach so, ein Fall von Ämterkumulation: Der Mann telefoniert hier nicht als Maximo Líder von Deportivo, sondern als Juniorentrainer des FC Wollishofen. Also gleiches Problem dort wie bei Depo? «Ja, aber bei 6-Jährigen ist viel schwieriger, kurzfristig Ersatz zu finden.»

Deadline Day. Den gibts zum Glück in der Alternativen Liga, sonst hätte Depo schon reihenweise in Unterzahl gespielt (oder auch mal gar nicht, aber let’s not go there). Nicht zum ersten Mal hatten sich keine elf Depos angemeldet, aber dank Coach Matteo und seinem anscheinend unerschöpflichen Gästereservoir stand dann doch ein stattliches und vor allem auch hochklassiges Kader bereit (Fachleute prophezeien dem Mann eine grosse Karriere als Spielervermittler). Und der Gegner, den wir erst vor drei Monaten knapp, aber verdient mit 2:0 besiegt hatten und der auch jetzt in der Tabelle hinter Depo klassiert ist? Bestand offenbar ebenfalls gut zur Hälfte aus Gastspielern. Eine Chance für Depo?

Szene des Spiels (1). Depo war zwar ziemlich hungrig auf einen Sieg heute, aber einer war hungriger: Matteo. Exemplarisch dafür diese Szene aus der zweiten Halbzeit: Als vorderster Mann setzte der Spielertrainer direkt an der Behindlinie so vorbildlich wie unerbittlich nach, luchste dem Gegner den Ball ab, machte ein paar Schritte in Richtung Tor und hatte dann auch noch das Auge für den perfekt einlaufenden Mitspieler – doch dessen starker Abschluss landete am Pfosten statt im langen Eck.

Szene des Spiels (2). Sicher, das mit vielen Gastspielern verstärkte Dynamo wäre auch diesmal schlagbar gewesen. Allerdings hätte das Spiel mehrmals auch genauso gut auf die andere Seite kippen können. Etwa zu Beginn der zweiten Halbzeit, als der Gegner uns immer wieder mit hohem Pressing unter Druck setzte und Depo zumindest in einer Szene viel zu lange den Ball nicht aus der Gefahrenzone geklärt bekam – für einmal sah das nach panischem Gewusel im Strafraum aus.

Die Null steht (1). Hinten hat Depo dicht gehalten, dank einer bärenstarken Leistung der Abwehr um Alessandro und Miklos, die jede Gefahr frühzeitig bannte, zusammen mit Alex als nicht nur defensiv unermüdlichem Sechser. Und als sich kurz vor Schluss doch noch ein Dynamo-Distanzversuch gefährlich in Richtung Tor senkte, machte unser präsidialer Juniorentrainer im Tor keinen Wank, bewies dabei aber arschcool sein messerscharfes Auge: «Aus!» (Latte.)

Die Null steht (2). Die Null blieb zwar bis zum Schlusspfiff stehen, nur tat sie das leider auch vorne. Trotzdem: Auf der heutigen Defensivleistung lässt sich aufbauen, nach vorn war heute manches ausbaufähig. Und irgendwas muss der Coach seinen Depos fürs nächste Spiel ja auch noch mit auf den Weg geben, sonst wirds ihm noch langweilig bei uns, und er wechselt schon morgen in die lukrative Spielervermittlungsbranche.

Depo: Kai – Alessandro, Flo K., Miklos, Philipp – Alex, Loris, Matteo, Rico – plus viele, viele Gastspieler (und Simon an der Linie)

Floke

Irgendwie guter Fehlstart gegen den Meister

Deportivo startet mit einer herben Niederlage gegen den amtierenden Meister in die Saison. 1-5 hiess es nach 80 Minuten gegen ein bärenstarkes und dieses Mal sich im Rahmen der Alternativligakonventionen bewegendes Schachtjor. Dennoch muss keine Katerstimmung herrschen, denn Leistung – ausser vielleicht die Laufleistung – und weitere Ansätze stimmen zuversichtlich.

«Sie sind jünger als wir, sie sind fitter als wir, sie sind besser als wir….» Depo-Nostalgiker müssten jetzt aufhorchen. Waren dies doch die Worte von «Tennisturnier-statt-Bullingerturnier»-Rico, mit denen er einen wunderbaren Artikel zu einem noch schöneren Spiel einleitete. Anno 2017, Cup-Spiel gegen Furttals Finest, 3-2 Depo, of our finest moments. (nachzulesen hier: Der Cup schreibt seine eigenen … – Deportivo). Tempi passati! Furttal ist nun (auch) alt, und, leider viel wichtiger, Geschichte wiederholt sich nicht (oder laut des grossen Denkers Karl Marx nur als Tragödie oder als Farce). Am ersten Spieltag der neuen Saison bekamen wir es mit dem amtierenden Meister zu tun. Schachtjor – da war doch was? Mehr dazu später – verfügt über eine eingespielte Mannschaft, mit einigem jungen und vor allem schnellen Blut und durch die Bank weg fussballerisch guten bis sehr guten Kickern (jünger – wenngleich nicht sehr – fitter, besser).

Nichts angeboten, drei kassiert

Folglich lief das Match von Anpfiff weg meist in Richtung des von Jonas gehüteten Depo-Tores. Zwar konnte «der Dicke» (nein, nicht der Bayern-Mario Götze, sondern der so vom Gegner gebrandmarkte Vögi) nach zehn Minuten einen möglichen Rückstand noch verhindern, indem er aus Karmagründen einen laut Jonas «klaren Penalty» nicht eingestehen wollte. Wenige Minuten später fiel dann das Depo-Bollwerk, welches gegen diesen sehr starken Gegner eigentlich gut funktionierte, doch zum ersten Mal. Der sonst tadellose Alessandro klärte eine der vielen Flanken per Kopf leider etwas zu kurz, so dass sich dem Grubenarbeitermittelstürmer eine Schusschance aus ca 20m zentral bot. Jonas hätte diesen sicher pariert und sofort einen brandgefährlichen Konter eingeläutet, wenn der Abschluss nicht von Ales Schienbein per Bogenlampe sich unhaltbar ins Netz gesenkt hätte.

Genauso lief das Spiel dann weiter. Schachtjor machte das Spiel, geduldig, ballsicher, aber auch chancenarm, da Depos Hintermannschaft samt des kompakten Mittelfeldes wenig bis nichts anbot. So bedurfte es eines, zugegebenermassen sehr gut gespielten Angriffs über die rechte Depo-Seite, eines Masterclass-Tricks, um «den Dicken» aussteigen zu lassen, aber auch eines nur mit dem Schienbein getroffenen Schussversuches, der sich wieder über den ja nicht so kleinen Jonas ins Eck senkte, für die scheinbar komfortable 2-0-Führung nach 20 Minuten.

War das schon der Vorentscheid? Mitnichten. Tatsächlich gelang es Depo zwar nicht, das Spiel offen zu gestalten. Dafür wurde aber nun auch für Gefahr vor des Gegners Tor gesorgt. Einen grossen Anteil hieran hatte Mittelstürmer Simon. Kaum mit Schuhen ausgestattet, bereitete er zuerst eine sehr gute Chance von Marc vor (schwer zu nehmen, daher leider drüber). Danach zeigte er einen klugen Laufweg, der ihm nach wunderbarer Flanke eben jenes Marc eine hervorragende Einschusschance ermöglichte. Wirkte die Ballannahme noch etwas unkonventionell, so war der Abschluss aus sieben Metern trocken und im Prinzip Formsache. 1-2, geht da eventuell etwas?

Ein paar Minuten schien es so. Der Gegner zeigte sich beinahe etwas nervös und opferte das eigenen Kurzpassspiel plötzlich für lange, im Prinzip gut abzuwehrende Schläge. Bis zur 39. Minute, wo ein perfekter, vielleicht zu verhindernder, aber nur schwer zu verteidigender Schnittstellenpass von links mit einem technisch anspruchsvollen Heber gekrönt wurde. Statt mit einem 1-2 musste Depo mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gehen. Man hatte dem Gegner wenig angeboten, dieser daraus aber dummerweise drei Buden gemacht.

Appell, ausgeglichene Minuten, Karnickelfangschlag

Nach aufbauenden, aber auch mehr läuferisches Engagement anmahnenden Worten von Coach Matteo zur Pause startete Depo mit neuem Mut in Halbzeit 2. Das Spiel konnte jetzt ausgeglichener gestaltet werden, wenigstens für ca. 15 Minuten. Nachdem Depo dann aber in der eigenen Hälfte drei Mal den Ball verloren hatte und ihn nur mit Müh, Not und Geschick zurückerobern konnte, brachte eine schwierige, und daher auch leicht missglückte, Ballnahme auf links den Gegner wieder in eine gute Angriffsposition gegen ein aufrückendes Depo. Was dann geschah war dummerweise einfach echt gut gespielt: Steckpass per Aussenrist dahin, wo es echt wehtut, und ein abermals chancenloser Jonas im direkten Eins-gegen-Eins-Duell.

Nach diesem 4-1 war das Spiel im Prinzip durch. Zwar gelang es Depo noch den Gegner in Gefahr – Schuss durch Loris aus zwölf Metern nach toller Vorarbeit von Matteo – und in Rage – merkwürdige Auseinandersetzung von Simon, der wirklich wenig bis nichts gemacht hatte, mit dem gegnerischen Goalie, welcher gleich mehrfach sogar zum Unverständnis seiner Teamkollegen eine Zehn-Minuten-Strafe forderte – zu bringen. Der Gegner kontrollierte sonst weiterhin das Spiel und sorgte mit einem schnellen Angriff und wieder so einem verfickten Schnittstellenpass kurz vor Schluss noch für den 5-1 Endstand.

Was bleibt?

  • Die Gegner werden eher schlechter in Zukunft, Schachtjor war schon bockstark.,
  • Depo wurde von Schachtjor zwar kontrolliert, aber nicht hergespielt. Fallen die Tore 1 und 2 nicht so, wie sie fallen, wäre es vielleicht enger geworden.
  • Mit einem dichten Zentrum – Matt, Axe und Marc – und einer robusten Viererkette kann Depo langen Druckphasen Stand halten. Gerade in der ersten Hälfte haben wir nicht viel angeboten.
  • Ein Stürmer a la Tom täte uns gut. Simon macht die Bälle fest, haut sich (und durchaus auch den Ball) rein, wäre wohl aber auch froh über einen Kollegen, den man bedingungslos in die Tiefe des Raumes schicken kann.
  • Einige Depo-Spieler haben läuferische Schwächen (angeblich, gemäss Coach-Aussage). Vielleicht haben diese aber auch mit vorgängigen Hochzeits-, Festival- oder Bullingerturnier-Besuchen zu tun?

Ein letztes Wort nach dem Faux-Pas der letzten Rückrunde zum Gegner

Schachtjor gehört wie gesagt zu den besten Mannschaften der Liga. Der Schreibende hat in den letzten 15 Jahren nur wenig bessere Teams erleben bzw erdulden dürfen. Umso merkwürdiger erscheint die Unsportlichkeit aus der letzten Saison (für die Jüngeren, extremst unfaires Freistosstor mit Vermerk, dass man so was auch beim FC mache, what the fuck!). Die meisten der beteiligten Schachtarbeiter waren dieses Mal sichtlich um einen guten Auftritt und Deeskalation bemüht (Danke dafür, ernst gemeint!). So manches Verhalten, was auch heute auf dem Platz gezeigt wurde, muss dennoch nicht sein, gerade wenn man so gut ist (gut gemeinter Rat).

Das nächste Spiel ist immer das Nächste.

#depoomuerte

Kai

Depo: Jonas (Goal) – Haile / Phil, Vögi, Alessandro, Kai / Menga (Abwehr) – Jonathan, Matteo, Axe, Marc / Luca, Benno / Loris (Mittelfeld) – Flo L- / Simon (Sturm)

Sieg zum Saisonabschluss

Das Schöne an Depo ist ja mitunter auch, dass sich gewisse Dinge nie ändern. Knapp 20 Jahre ist der Schreibende jetzt dabei und hat diese Szene so oder so ähnlich seither unzählige Male erlebt: Ankunft 10 Minuten vor Anpfiff auf Platz 7, die Gegner von Tabula Rasant sind bereits fleissig im Warm-Up, unsere Platzhälfte ist so leer wie die Zuschauerränge während der Club-WM. Immerhin acht Teamkollegen finden sich an der Seitenlinie, die meisten noch am Schuhe schnüren, Marc noch am Gipfeli essen. Was sich auch nie ändert: Wenn’s losgeht, haben wir 11 Spieler auf dem Platz.

Und Depo begann richtig stark, setzte den Gegner früh unter Druck und liess den dank des vorbildlichen Pressings oft noch in des Gegners Hälfte eroberten Ball zuweilen gefällig durch die eigenen Reihen laufen. Marc, Luca und Alex bestimmten im Zentrum den Rhythmus. Allerdings fehlte vor dem Tor die letzte Konsequenz, so dass nicht mehr als ein paar Halbchancen rausschauten. Nach der ersten Trinkpause lag der Ball plötzlich völlig entgegen des Spielverlaufs in Depos Tor. Einen harmlosen weiten Pass – Simon eilte schon von der Torlinie um diesen sicher einzufangen – lenkte Alessandro per Kopf mit einer Bogenlampe ins eigene Tor. (Trockener Kommentar von Captain Luca an der Seitenlinie: «Vielleicht sollten wir ihm den Award für den Spieler des Jahres wieder wegnehmen») 0-1.

Mittlerweile war Coach Matt – nach einer Hochzeit am Vorabend direkt aus Bern angereist – mit von der Partie, Edelstürmer Tom verstärkte die Offensive, der Glaube an eine Wende somit durchaus berechtigt. Nach einem Foul an Tom legte sich Marc den Ball rund 20 Meter vor dem Tor zurecht und sorgte für den grossen Höhepunkt in der ersten Halbzeit. Er zirkelte die Kugel filigran über die Tabula-Mauer und zielgenau in die hohe Ecke. Wäre er Basler und würde er Frei heissen, hätte er laut «Dasch emol e goal!» geschrien. Ein Traumtor, 1-1 zur Pause.

Halbzeit zwei ist dann schnell erzählt: Depo begann ähnlich stark wie in Halbzeit 1, liess aber Grosschancen en masse liegen. Dreimal kam’s zum 1 vs. 1 gegen den Goalie, dreimal lag der Ball danach neben und nicht im Tor. Man spürte: Das Siegestor lag in der Luft. Plötzlich aber verlor Depo den Faden und liess Tabula Rasant zurück ins Spiel. Das Pressing war – sicher auch der Hitze geschuldet – weniger konsequent, die Pässe kamen nicht mehr an, Flüchtigkeitsfehler schlichen sich ein. Ein Distanzschuss von Tabula knallte an die Latte, die Depo-Verteidigung überstand mehrere brenzlige Situation und kurz vor Abpfiff rettete Keeper Simon in extremis. Ein Rasant-Stürmer tauchte nach einem Querpass völlig alleinstehend vor ihm auf, Simon wehrte in bester Oli Kahn-Manier mit einer Glanzparade ab. 1-1 Endstand und Penaltyschiessen, welches wider Erwarten souverän gewonnen wurde.

So kann’s nach der Sommerpause weitergehen. Vor lauter Freude ist dann beinahe noch der Linienrichterdienst vergessen gegangen. Matt, Alex und Alessandro sind dann noch eingesprungen: Danke Jungs!

Depo: Simon – Reto, Simon S., Ale, Jonathan, Jonas – Matt, Alex, Luca, Marc, Benno, Rico – Päde, Tom

Rico

«Soll ich meine Meinung sagen?»

Man kennt das von der Schweizer Nati: Gegen stärkere Gegner spielen sie gerne stark, gegen schwächere gerne umso schwächer. Und Depo? Gegen Zwietracht schenkte man dreimal einen eigentlich komfortablen Zweitorevorsprung gleich wieder her und brachte den Gegner so immer wieder unnötig ins Spiel zurück. Coach Matteo wusste also, wieso er Depo (8.) vor dem Spiel gegen Dynamo Röntgen (11.) eindringlich davor warnte, sich dem Gegner anzupassen.

Seine Warnung kam offenbar an: Depo startete selbstbewusst und dominant, liess den Ball laufen und Dynamo kaum zum Zug kommen. Die Führung schien nur eine Frage der Zeit – und nach einem weiteren dieser massiven Knaller aus dem Glarnerland war sie dann auch Tatsache. Depo kam fortan zu weiteren Chancen, mit Kopf oder Fuss, und nach einem unwiderstehlichen Dribbling von Matteo der Torauslinie entlang hätte es noch vor der Pause 2:0 gestanden – doch der Gegner hatte den Ball zuvor bereits im Aus gesehen, und auch der Linienrichter («Soll ich meine Meinung sagen?»), der allerdings längst nicht auf Höhe der Linie gestanden hatte, sagte seine Meinung: kein Tor.

Nach der Pause dann ein ähnliches Bild: Depo rannte an und kam auch weiterhin zu Chancen, fand aber das Tor nicht, weil zu kompliziert gespielt wurde oder weil mal der Aussenpfosten oder wiederholt der Dynamo-Goalie rettete. Und weil es immer noch nur 1:0 stand, fand der Gegner, der kaum je gefährlich vor dem Tor von Simon auftauchte, mit zunehmender Dauer und trotz zunehmender Hitze immer besser ins Spiel. Die Warnung des Trainers, sie schien längst vergessen. Und Dynamo steckte nicht auf, obwohl die gerade mal einen oder zwei Einwechselspieler an der Seite hatten, während Depo mit mehr als einem halben Dutzend Spielern auf der Bank fleissig wechseln konnte.

So wurde es auch diesmal zu einer Zitterpartie – bis schliesslich Simon einige Minuten vor Schluss mit einem Steilpass in den Strafraum geschickt wurde, wo er den Ball elegant am Torhüter vorbei legte und von diesem nicht sehr elegant gelegt wurde. Klarer Fall, keinerlei Diskussionen – und dann war es Päde, der die Depo-Nerven beruhigte, indem er den Penalty so diskussionslos wie millimetergenau via Lattenunterkante (!) zum erlösenden 2:0 versenkte. – Ein grosser Extraspezialdank auch an Philipp und (einmal mehr) Kai, die sich anschliessend trotz Gewitterwarnung noch an die Linie stellten!

Depo: Simon – Reto, Philipp, Vögi, Haile, Alessandro, Kai, Floke – Hannes, Steven, Moritz, Luca, Marc, Alex, Matteo – Simon, Päde, Flo

Floke

7 Erkenntnisse zum ersten Sonntag im Juni

  1. Das «Hopp oder Top!»-Depo schlägt wieder zurück!
    Begonnen hatte die Sommerrunde mit einer Auftaktniederlage gegen Gremio. Dieser folgte ein Sieg gegen die Freestyler. Letzte Woche erlitt Depo dann den – unverdienten!!11!1 – Rückschlag, die Niederlage gegen Schachtjor (und wir dachten «unter Tage» ginge es fair zu…). Auf den sich nun wieder ein Sieg, das 4-3 gegen Zwietracht, anschloss. Ziel ist es, den Trend im kommenden Match gegen Traktor Emilie zu brechen und dort die nächsten drei Punkte zu holen. Bei einer Wiederholung der (offensiven) Leistung von Sonntag sollte das möglich sein.
  2. Tore schiessen geht auch ohne Simon oder Tom
    Beide genannten Stürmer hatten sich in den letzten Partien treffsicher gezeigt. Tom fehlte jetzt gegen die Zwietracht, Simon nicht, er wurde – aus Sicht des Depo-Goalies – aber zu wenig ins Spiel einbezogen. Ein im Prinzip wohl sicheres Tor wurde ihm zudem durch einen taktisch cleveren, die Stabilität raubenden, Schubser genommen, so dass sein Kopfball sein Ziel, das leere Tor, nicht fand. Ansonsten war Simons Leistung mannschaftsdienlich und ohne Fehl und Tadel, nur wurde sie erfolgstechnisch vor allem von Marc M. in den Schatten gestellt. Der Mann aus dem dunklen Glanertal traf erst nach mehrfachen Nachsetzen in Folge einer Ecke zum 1-0 und dann mit einem überlegten, und am eigenen Goalie schon früher trainierten, Heber sehenswert zum 3-1.
  3. Gastfreundschaft zahlt sich aus
    Das «friends of Depo» Reservoir scheint unerschöpflich. Gegen Zwietracht wirkte wie beim Auftakt gegen Gremio wieder Marc – nennen wir ihn hier «2» – mit. Er konnte sich zwar nicht ins Reich der Statistik verewigen, aber vermutlich die mit Abstand meisten Ballaktionen und die mit noch grösserem Abstand meisten erfolgreichen Dribblings vorweisen. Steven hingegen war allein dadurch schon erfolgreich, dass er dieses Mal die obligatorische Muskelverletzung auslassen konnte. Damit nicht genug, mit einem Traumschuss aus 25 Metern, von links kommend, in den linken oberen Winkel stellte er auch noch vorentscheidend auf 4-2. Neu-Gast Sam hinterliess auch bleibenden Eindruck, denn neben vielen weiteren guten Aktion und nimmermüden Zweikämpfen erzielte er in Halbzeit 1 das 2-0. Da stand er nämlich, wo ein Stürmer stehen muss und wo er die völlig sinnbefreite Rückgabe des Zwietracht-Verteidigers aufnehmen und veredeln konnte.
  4. Depo macht es gerne spannend
    2-0, 3-1, 4-2… Depo lag gleich drei Mal komfortabel in Front, nur um den Gegner, der es weiss Gott auch nicht so schlecht gemacht hat, wieder ins Spiel kommen zu lassen. Der Grund waren entweder ungenaue Zuspiele aus der Abwehr oder  misslungene Ballannahmen im Mittelfeld mit konsequenterweise folgenden Ballverlusten. Nach diesem Muster fielen die Gegentore 2 und 3. Das Erste war kein direktes Depo-Verschulden, resultierte es doch aus einem brillanten Steilpass, bei dem der Doktor der Chemie nicht mehr hinterherkommen konnte. Allerdings hatte sich dieses schon irgendwie abgezeichnet, nachdem Depo mit beiden obengenannten fussballerischen Fehlverhalten den Gegner überhaupt ins Spiel kommen liess.  Bei allen drei Gegentoren war der Depo-Ersatzgoalie und Verfasser dieser uninspirierten Zeilen im übrigen chancenlos. Das hätte zumindestens Diego Benaglio im SRF-Studio so gesehen.
  5. Depo kann es auch ohne Palaver
    Die Vorzeichen standen alles andere als günstig. Nach dem eskalierten Spiel der Vorwoche traf Depo mit dementsprechend angeknacksten Nerven auf einen Gegner, der eine ziemlich physische Spielweise pflegte. Zu allem Überfluss konnte Depo auch wieder auf Vögi zurückgreifen, der bekanntermassen für die Stabilität der Abwehr genauso zuträglich, wie er einem ruhigen Spiel ohne Gezeter abträglich ist. Nichts desto trotz blieb das Match 80 Minuten körperbetont, aber trotz einiger Fouls stets beidseitig sehr fair (vielleicht weil weder der Coach noch andere Spieler das Konzept «FC-Fouls» weiterverfolgten?).
    So musste Vögi selber für den grössten Schockmoment sorgen, als er sich wie einst Charlie Brown beim Kickversuch des Balles erst in die Waagrechte und dann mit vollem Körper und vor allemdem Hinterkopf selber auf den Boden donnerte/begab. Und das, ohne dass eine Peppermint Patty ihm den Ball im letzten Moment wegzogen hätte. Da nach Spielschluss vier Kaltgetränke problemlos abgeschluckt wurden, scheint diese Slapstick-Einlage wohl ohne bleibende Folgen geblieben zu sein.
  6. Depo erarbeitet sich das Glück
    Wenn man ehrlich ist – was wir gerade hier normalerweise nie sind, aber jetzt mal versuchen – dann hätte das Spiel durchaus eine andere Wendung nehmen oder mit einem Unentschieden enden können. Schliesslich rettete der Pfosten Depo vor dem Rückstand nach wenigen Minuten und die Latte vor dem Ausgleich kurz vor Schluss. Zudem konnte Zwietracht vor allem in der zweiten Hälfte Druck aufbauen und sich einige gute Chancen sich erspielen. So bleibt am Ende ein definitiv nicht gestohlener, aber auch von glücklichen Wendungen unterstützter Erfolg.
    Glück ist aber so eine Sache, denn wie bemerkte schon der legendäre Eurosport-Kommentator Siggi Heinrich so treffend: «Glück ist, wenn Zufall auf Bereitschaft trifft.» Und diese Bereitschaft war bei allen Akteuren – ja, auch wenn nicht alles gelungen ist, auch bei Dir, Matteo, – von der ersten bis zur letzten Minute spürbar. #depoomuerte
  7. Ach ja, Punkt 7, Depo kann auch datenschutzkonform und in sicherer Umgebung
    Das erste Spiel auf der neuen Cyber-Heimat Threema und direkt ein Sieg. Zwar gibt es noch kleine Anpassungsprobleme, Kritikpunkte zur graphischen Darstellung und dem intuitiven Nutzererlebnis und leicht technoreaktionäres Verhalten einiger weniger Depo, aber dennoch: EAT THIS, ZUCK!

Depo: Kai (Goal) – Floke/Miki, Vögi, Alessandro, Haile/Phil (Abwehr), Marc M., Marc 2, Steven/Jonathan, Matteo (Mittelfeld), Sam/Päde, Simon (Sturm)

Kai

KI wegen mangelhafter Work-Life-Balance

Anmerkung: In meinem Bemühen, das Fortschreiten Künstlicher Intelligenz zu verhindern, habe ich, um das System maximal zu verwirren, es mit allen Depo-Spielberichten bis 2019 samt ihrer Autoren gefüttert. Daraufhin wurde es gebeten, die Schreibstile der Autoren zu analysieren und auf diesen sowie einigen Infos zum Match aufbauend, mehrere Autoren-Spielberichte zu schreiben. Diese haben sich allerdings dann doch nur graduell unterschieden, so dass ich um eine Synthese gebeten habe. Diese ist zwar sch****e, aber besser als kein Spielbericht. (Die Schreibstilanalysen sind hingegen lustig, eine Kurzfassung dieser findet sich am Ende).

Was für ein Spiel! Depo startete mit einem Rückstand nach einem unglücklichen Rausspielversuch aus der Abwehr. Der Coach kam erst zwei Minuten vor dem Anpfiff, was die Mannschaft zusätzlich unter Druck setzte. Doch kurz vor der Pause gelang der Ausgleich: Gustavo mit einem genialen Steckpass auf Matteo, der von rechts flankte und Simon köpfte ein. Ein Moment der Schönheit inmitten des Chaos, der die Fans an der Seitenlinie jubeln ließ.

Nach der Pause trotz klarer Traineranweisung und Momentum ein fieser Fernschuss der Freestylers, der sich dreckig senkte und für Goalie Simon undankbar war – 1:2. Zehn Minuten später sogar das 1:3, als der Gegner sich durch die Mitte stümperte und Depo dreimal klären könnte, sollte, müsste, aber es nicht tat. Ein echter Nervenkrieg und ein Sinnbild für die menschliche Unvollkommenheit.

Doch dann kam die Hoffnung: Ein Steilpass auf Unruheherd Tom, der dem Goalie keine Chance ließ – 2:3. Eigentlich das 3:3, doch ein Platzfehler verhinderte das Tor von Flo L. nach Topvorarbeit von Tom. Der Ball flog in den Zürcher Sommerhimmel. Der Ausgleich fiel aber doch, nach einer Ecke und wiederum einem Kopfball von Simon. Kurz vor Schluss sogar das 4:3, als Tom im Sechzehner gelegt wurde. Dieses Mal so eindeutig, dass die Teams sich auf einen Elfmeter einigten. Icaro lief an, schoss den Ball eigentlich nicht dahin, wo er wollte, aber er schlug ein.

Ein entscheidender Moment war auch die mirakulöse Parade von Goalie Simon beim Stand von 3:3, als er eine Riesenchance des Gegners entschärfte und so den Weg für den Sieg ebnete.

Das Wetter war top, die Stimmung auch. Der Coach gratulierte zum Spiel und Sieg: «Aufbauend auf letzter Woche haben wir uns viele Chancen erspielt und wurden am Ende belohnt! Starke Leistung von allen 💪❤️». Tom meinte: «Jungs, ihr seid eine großartige Truppe, tolle Leistung von allen. ⚽️ Ich kann wahrscheinlich die nächsten Tage nicht laufen, aber wenigstens haben wir gewonnen. Wünsche euch einen schönen Sonntag und einen guten Wochenstart.» Simon fügte hinzu: «Eines der besten Spiele heute!!!! Danke an alle, die bei diesem Wetter bis zum Schluss gekämpft haben. 🏆»

Anmerkung KI: Diese Synthese vereint die dynamische und humorvolle Sprache von Kai, die reflektierende und philosophische Tiefe von Bänz, die lebendige und erzählerische Art von Flo sowie die taktische Präzision von Benno. Sie bietet eine umfassende und abwechslungsreiche Darstellung des Spiels, die sowohl die technischen Aspekte als auch die emotionalen Höhen und Tiefen einfängt.

Depo: Simon (Goalie) – Jonathan, Ale, Marc, Floke (Haile, Kai) – Matteo, Icaro, Chrigi, Benno (Gustavo, Miki, Fabio?) – Simon, Flo L (Tom)

Depo o muerte

Kai