Sonntag, 22. Juni 2014 – Meisterschaft

Depo vs. Ex Hürlimann – 4:5 n. P.

Spiel gedreht, Sieg verspielt

4:4 gegen Ex Hürlimann, 1:3 im Penaltyschiessen

Nach der komplett verkorksten ersten Saisonhälfte ists jetzt wieder richtig lässig mit Depo – selbst wenn wir nach zwei Siegen in Serie erstmals wieder als Verlierer vom Platz mussten. Und das ausgerechnet gegen unsere Trainingspartner von Ex Hürlimann. Doch alles der Reihe nach.

Die Personaldecke wieder einmal: bedenklich dünn. Exakt elf Depos stehen bereit, der Präsi macht sich auf dem Hardhof noch auf die Suche nach einem Goalie. Er findet keinen, dafür aber einen Verteidiger, der schon ein Spiel in den Knochen und ein Bier im Blut hat. Und zwischen die Pfosten stellt sich: Vögi himself. Nun ja, beim ersten Gegentor konnte man sich fragen, wer jetzt da genau schon ein Bier intus hatte. Der Aushilfsgoalie will einen harmlosen Ball aufnehmen, da rutscht er ihm durch die Finger. Aber weiter gehts, auch wir erspielen uns mehrere gute Chancen, die beste davon hat Miki, der aber eine leidige Tradition dieser Saison stilgerecht weiterführt und vom Elfmeterpunkt verschiesst. Da steht es allerdings bereits 0:3 für Hürlimann, und mit diesem Spielstand gehts auch in die Pause, genau wie zwei Tage davor die Schützlinge von Onkel Ottmar.

Zweite Halbzeit, neue Ausrichtung. Jetzt stellt sich unsere deutsche Allzweckwaffe Kai – die Woche davor noch Doppeltorschütze – zwischen die Pfosten, dafür rückt Vögi vor ins zentrale Mittelfeld. Die taktische Massnahme zahlt sich sofort aus. Erst bringt Miki (glaube ich) eine hohe Flanke à la Urs Fischer fast von der Behindlinie aufs Tor, wo sich der Ball hinter dem Goalie unter die Latte senkt. Aber ach, mein Gedächtnis, wie gings weiter? Wer zuviel WM schaut, vergisst die Tore der eigenen Mannschaft. Wie auch immer: Bei einem weiteren Handspenalty sorgte Vögi dafür, dass im vierten Versuch der laufenden Saison erstmals ein Depo-Elfmeter ins Tor fand. Wir spielten munter weiter, und dank Benno und nochmals Miki (glaube ich) hatten wir bald nicht bloss den Anschluss gefunden, sondern das Spiel gedreht. 4:3, und plötzlich waren wir auf Siegeskurs.

Die Hürlimänner suchten jetzt den Ausgleich, wir versuchten den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten und verlegten uns mehr und mehr aufs Verteidigen. Das Spiel wurde ruppiger, auch von unserer Seite, bis der – ausgezeichnete – Schiedsrichter ankündigte: Beim nächsten Foul gibts Gelb. Es traf Miki, der in den letzten fünf Minuten für zehn Minuten raus musste. Ein schwerer mentaler Schlag natürlich, wie sich postwendend zeigte: Aus dem anschliessenden Freistoss fiel der Ausgleich.

Das Penaltyschiessen musste entscheiden, und Kai war mit einem gehaltenen Elfmeter schon wieder auf dem Weg zum Held des Tages, aber es sollte nicht sein. Kein Wunder, leider, wenn sich man unsere bisherige Saisonbilanz vom Elfmeterpunkt ansieht.

Trotzdem: schöner Match, geile Aufholjagd, leider glücklos im Nervenspiel.

Florian Keller

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