Sonntag, 1. Oktober 2017 – Meisterschaft

Depo vs. Real Cabrón – 3:2

Elf Freunde müsst ihr sein

Die Aufstellung war rasch gemacht, und Depo gewann das letzte Spiel in seinem Tableau verdient und etwas zu knapp. Nun spielen wir um Gesamtrang 7. Immerhin.

Coach Benno hatte das klassische 4-4-2 rasch bestimmt, denn für die elf Positionen standen ebensoviele Spieler zur Verfügung. Start- und Stammplatzgarantie! Depo folglich mit Jonas im Tor, hinten mit Reto E., Vögi, Simon Schrämmli, Bänz; davor Loris, Serge, Miki, Benno; vorn Severin und Patrick.

Den sympathischen Gegner, der als letztes Team der Liga noch mit selbstbedruckten Grümpelturnier-Leibchen aufläuft, hatten wir als Schiri-Trio vor Wochenfrist beobachten und dabei feststellen können, dass Tabellenschlusslicht Real Cabrón unter seinem Wert klassiert ist. Sie verfügen über zwei, drei starke Einzelspieler, vielleicht gebricht es ihnen etwas an einem geordneten System – was sie allerdings zuweilen auch unberechenbar macht.

(Namenskundlerisch bleibt übrigens unklar, ob sie sich auf ein kanarisches Tauch-Resort oder eine der drei Bedeutungen beziehen, die der Dictionnaire für cabrón bereithält:

[1] Zoologie: der Ziegenbock, der Geissbock

[2] vulgär: das Arschloch, die Drecksau, das Dreckschwein

[3] lat.amerikanisch, mexikanisch: der Kumpel

Aber gehen wir mal von «Kumpel» aus. Es standen also elf Freunde elf Kumpeln gegenüber, und es sollte ein faires Spiel werden – dass der Schiri dabei uns ein ums andere Mal Fouleinwurf abpfiff, dem Gegner aber nie, wurde nach anfänglichem Ärger zum Running gag.)

Aufgrund der Tabelle durfte Depo mit Zuversicht ans Werk gehen. Der Grat zwischen Zuversicht und Überheblichkeit ist allerdings schmal, und vielleicht waren wir zu Beginn eine Spur zu lasch. Jedenfalls gerieten wir nach einem Missverständnis zwischen Innen- und Aussenverteidigung prompt 0:1 in Rücklage, wobei ein Abwehrversuch des Schreibenden zur Vorlage für den gegnerischen Stürmer geriet. Er liess sich die Chance nicht nehmen.

Was Depo an diesem Sonntag auszeichnet. Wir geraten nicht aus der Ruhe, spielen weiter unser Ding, erhöhen den Druck und können das Blatt bis zur Pause verdient wenden: Nach 20 Minuten liefert Benno am rechten Flügel eine sensationelle Einzelleistung ab: Er lässt einen Gegner aussteigen, lässt einen zweiten aussteigen und an der Grundlinie einen dritten, flankt zur Mitte – Severin steht goldrichtig: der Ausgleich. Noch vor dem Wechsel erhöht derselbe Severin auf 2:1.

Und als Patrick «Hattrick» Hoffmann nach zwei, drei Fehlversuchen zu Beginn der zweiten Halbzeit gar auf 3:1 erhöhen kann, scheint alles klar.

Alles klar? Mitnichten. Plötzlich verliert Depo die Ruhe, und als Simon eine Flanke unglücklich ins eigene Netz ablenkt, werden wir noch richtig nervös. Das war unnötig, aber schliesslich überstehen wir auch die hektischen Schlussminuten mit einem Real Cabrón, das plötzlich Lust auf einen Punktgewinn zeigt. Schön, dass wir zum Abschluss dieser englischen Woche noch mal das Glück auf unsere Seite zwingen konnten. Und man darf sagen, dass wir das klar spielbestimmende Team waren: Vier Assists und vier Tore stammten von uns, bloss nicht immer auf der richtigen Seite.

Depo hat damit das Seine getan, um möglichst noch den dritten Rang des Tableaus zu erreichen und damit um Platz 5 spielen zu können. Leider aber verloren die Freestylers (die besser am Mittwoch verloren hätten als heute …!) gegen Ex-Hü, sodass wir schliesslich vierte in unserem Tableau wurden.

Im Match gegen Zwietracht Turicum können wir immerhin noch Gesamtrang 7 und damit die zweitbeste Platzierung der Vereinsgeschichte holen. Auch wenn es zuletzt nur noch ein halbes Märchen war: Es war ein grosser Depo-Sommer. #notoveryet

Grosses und wichtiges PS: Grosser Dank an Miki, Simon und besonders Vögi, der sich nach verlorenem Si-Sa-Sugg erneut als Schiri zur Verfügung stellen musste, obschon er schon vor einer Woche gepfiffen hat. Jungs, jeder sollte pro Saison mal ran!! Immerhin ist das GV-Traktandum «Widerwahl Präsidium» jetzt bereits erledigt: grande Vögi!

bänz

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