Sonntag, 11. Juni 2017 – Meisterschaft

Depo vs. Traktor Emilie – 2:1

Eiskaltes und aufopferungsvolles Depo grüsst als Spitzenreiter

Jeder kennt ein oder mehrere Fussballer-‚Bonmots‘, verbale Griffe in die Trickkiste (oder ins Klo) von bekannten Kickern haben Kultstatus. So auch der Satz «Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss» von Deutschlands Vorzeigeintellektuellen Andy Brehme. Für Traumstart-Depo träfe aber eher das Gegenteil zu, nach dem Motto «wenn‘s läuft, dann läuft es!» Nach hartem Kampf, mit etwas Glück und noch mehr Geschick wurde auch das vierte Saisonspiel erfolgreich bestritten. Mehr noch, das 2-1 gegen ein sich sehr teuer verkaufendes Traktor Emilie bedeutet Platz 1 im Klassement der Gruppe A!

Nach dem gelungenen Saisonstart waren die Erwartungen vor Anpfiff hoch, schliesslich war der Gegner in zwei seiner bislang drei Partien als Verlierer vom Feld gegangen. Die ersten Minuten unter der Sonne auf Platz No. 7 schienen diese Erwartungen dann auch zu bestätigen. Zwar dauerte es rund zwei Minuten bis zum ersten längeren Ballbesitz, dann zeigte Depo sich aber als die eindeutig gefährlichere Mannschaft. Gerade die langen Bälle – zwar nicht aus dem Fussgelenk, aber dennoch mit frappierender Beckenbauerähnlichkeit – von dem Innenverteidigerduo Simon und Vögi, meist auf Stossstürmer Kasper oder den gerade in Halbzeit 1 sehr quirligen Benno, brachten stets Gefahr. Auf der anderen Seite spielten die Traktoren zwar gefällig, aber ungefährlich und brotlos nach vorne.

Folgerichtig ging Depo noch vor Trinkpause 1 in Führung. Dieses Mal war der Pass in die Spitze auf Benno zwar nicht optimal. Dieser setzte aber den Verteidiger so geschickt unter Druck, dass er den Ball erobern und so frei aus sechs Metern halbrechter Position hätte selbst vollenden können. Ein nur halbgelungener Abschluss und eine starke Parade des Goalies verhinderten zwar den Einschlag, das allerdings nur für wenige Sekunden. Im Nachsetzen brachte Benno den Ball in die Mitte, wo Kasper da stand, wo ein Stürmer stehen  muss, und die Kugel trocken verwandelte. Kurz vor der Trinkpause hätte Benno dann fast für eine Vorentscheidung gesorgt, doch seinem Kopfball gegen des Torwarts Laufrichtung fehlte es an einem Hauch mehr Überzeugung (Geschwindigkeit).

Vielleicht wiegte dieser bis dahin optimale Spielverlauf die Depos in zu grosse Sicherheit, denn nach der Trinkpause kam der Gegner schon beinah unangenehm auf. Allerdings blieb es mit Ausnahme einer sehr schönen Flanke, für deren Veredlung dem Stürmer nur einige Zentimeter Körpergrösse fehlten, weiterhin nicht sehr bedrohlich. Auch weil zumindest im Rückwärtsverhalten das Mittelfeld um Miki, Tom oder Schums dicht hielt, die Aussen mit Flo, Haile bzw. Bänz stets besetzt waren und weil die Kanten in der Innenverteidigung ihre Zweikämpfe am Boden und in der Luft überragend gestalteten.

Leider setzte sich der Trend des Spiels direkt nach der Pause fort. Durch sehr physisches Spiel gewann Traktor mehr und mehr Spielanteile. Meist wurden sie vor dem Sechzehner noch aufgehalten, meist, jedoch nicht immer: Ein einziges Mal wurde dem orangen Neuner, der es vorher schon mehrfach unter Bedrängnis aus der Distanz versucht hatte, zu viel Platz gelassen, wofür dieser sich mit einem Schuss ins linke Toreck bedankte, der Ausgleich. Danach folgten wütende Angriffe der Traktoren, mindestens zwei gefährliche Freistösse, aber zum Glück kein weiteres Tor.

Nach der Trinkpause bekam Depo wieder mehr Zugriff auf das Spiel, war aber dennoch meist in die Defensive gedrängt. Aber, wenn etwas Depo in dieser Saison bislang auszeichnet, dann ist es die Effizienz. Nach mehreren gewonnenen Zweikämpfen und einem wunderbaren Lauf in die Mitte steckte Kasper auf Miki durch. Dieser zog aus mittiger Position ab. Der Schuss war nicht übermässig platziert, aber viel zu hart, als dass der Goalie ihn noch hätte halten können. 2-1, Depo wieder in Front.

Auch die folgenden Situationen waren ein Spiegelbild der bisherigen Saison: Der wütende Gegner wirft in aller Verzweiflung alles nach vorne, Angriff auf Angriff rollt auf die mit schweren Beinen gesegnete Depo-Abwehr zu, doch allein, sie hält Stand. Auch Traktor gelang es nicht etwas noch Gefährliches (ok, ausser der Depo-Goalie machte es gefährlich) oder gar Zählbares zu Stande zu bringen.

Schlusspfiff, Jubel und: Tabellenführung. Da beide bislang ungeschlagenen Teams (SCUK und Zürich United) verloren, grüsst Depo für zwei Wochen von der Tabellenspitze. Das kommende Woche stattfindende Jubiläumsfest mit einem Tabellenführer Depo: von Motto-T-Shirts bis zu hemmungslosen Alkoholkonsum sollte da für uns einiges möglich sein.

Für Depo waren am Start: Goalie Kai, Flo, Vögi, Simon, Haile, Rico, Miki, Päde, Benno, Tom, Kasper, Bänz, die Gastspieler Reto und Simon sowie Comebacker Romeo, der rechtzeitig auf den Erfolgszug aufgesprungen ist (O-Ton Vögi).

#depoomuerte #spitzenspitzenreiter #eheh #willstdudepoobensehen…

Kai

2 Gedanken zu „Eiskaltes und aufopferungsvolles Depo grüsst als Spitzenreiter“

  1. Tabellenführung! Falls es noch ein GV gibt, dann wird das der richtige Moment um die Meisterprämien auszuhandeln. Gracias Kai. Gracias Depo.

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