Sonntag, 28. August 2011 – Cup

Depo vs. Sporting Morgenstern – 1:3

Die Unsympathen leider nur halb nass gemacht

1:3-Cupniederlage gegen Sporting; aber Depo ging erhobenen Hauptes vom Platz.

Der selbst ernannte Favorit Morgenstern sorgte schon beim Einlaufen mit furchtbar professionellem Gehabe für Heiterkeit. Während des Spiels ging die Erheiterung dann mit sehr viel Gerede – «Spiel en quer, Domi, so spaarsch Energie!» – ihrerseits weiter. Was uns natürlich umso heisser machte. Jeder hatte die Fernanweisung von Floke, «Macht die Unsympathen nass!», verinnerlicht.

Weil Okan unpässlich war und leider auch noch Yann mit Magen-Darm-Problemen ausfiel (er gab dafür einen engagierten Coach an der Linie!), ging ein lediglich 13-köpfiges Depo ins Spiel, und es war wie schon in der Meisterschaft: Gegen diesen fussballerisch überlegenen Gegner wuchs ein jeder über sich hinaus.

Mit einer Dreierabwehr und mutiger Offensivstrategie erspielte sich Depo, unglaublich diszipliniert und mit präzisem Kurzpassspiel agierend, in den ersten 20 Minuten ein deutliches Chancenplus.

Äusserst gnadenlos nutzten die Morgensterne dann freilich unsere erste Unachtsamkeit zum Führungstreffer. Und nach weiteren Chancen von Züri, Flo, Gabriel und Rico kam es, wie es kommen musste: Unmittelbar vor der Pause konterte uns Sporting abermals aus und erhöhte auf 0:2.

Depo wäre aber nicht Depo, wenn es gegen die zweikampfstarken, ballsicheren Gegner jetzt schon aufgesteckt hätte. Mit ungeheurer Moral gingen wir die zweite Halbzeit an, standen hoch und machten Druck; der herrliche Anschlusstreffer war die verdiente, logische Folge: Freistoss Miro von der linken Strafraumgrenze, scharf auf Flopovs Kopf serviert – 1:2!

Von 2 (in Worten: zwei!) Fouleinwürfen, deren Urheber hier nicht namentlich erwähnt sei, abgesehen, war unsere zweite Halbzeit tadellos, vom hintersten Mann Beni über Abwehrpatron Tihi, den beherzten, etliche Zweikämpfe gewinnenden Tom Lüthi und den ewig rackernden Oklé in der Mitte bis zu den Sturmspitzen. Jeder spielte mit, Kampf- und Teamgeist waren hervorragend, und unbeteiligten Lesern sei gesagt, dass Deportivo heute sehr gut Fussball spielte. Wenn wir so weitermachen, steht uns noch eine erfreuliche Cupsaison bevor. Und dann schlagen wir Sporting im Final, nämlich.

Ach ja, statt unseres Ausgleichs, dem wir nahe waren, fiel dann noch das 3:1 für den Gegner. Aber es hat Spass gemacht und, hey, wir dürfen stolz sein!

Bänz Friedli

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