Mittwoch, 27. September 2017 – Cup

Depo vs. Zürich Freestylers – 4:5

Die Mutter aller Cup-Niederlagen

Ein Cuphalbfinale wie eine Achterbahnfahrt: Depo unterliegt nach heroischem Kampf

Alles war in der Sportanlage Milandia angerichtet für ein Cup-Halbfinale, das rückblickend sogar für Depo-Verhältnisse an Dramatik kaum zu überbieten war. Rasen? Hätte auch den Platzwart des Wembley-Stadions zufrieden gestellt. Wetter? Ein herrlich milder Herbstabend. Unterstützung? Toll! Mit Kaspar, Haile (Live-Tickerer vom Dienst), Coach Huba from Cuba und Toms Frau Sibylle hatten wir eine veritable Depo-Fankurve.

Wir starten mit einem ungewohnten 3-5-2 ins wichtigste Spiel der Saison, da zu Spielbeginn mit Simon nur ein Innenverteidiger zur Verfügung steht. Unser erster richtiger Angriff endet dafür gleich mit einem Handspenalty, den Goalie Kai in gewohnt souveräner Manier verwandelte. 1-0. Ein Traumstart.

Doch die frühe Führung verleiht uns keine Sicherheit, sondern lässt viel mehr die Freestylers aufblühen. Der spielstarke Gegner drängt uns mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück, selten werden Depos Vorstösse über die Mittellinie. Lange kann das nicht gut gehen. Ein Freestyler nutzt nach rund 15 Minuten den ihm gebotenen Raum im Mittelfeld, legt sich den Ball aus gut und gerne 25 Metern zurecht und hämmert ihn ins Tor. 1-1.

Die erdrückende Dominanz lässt in der Folge etwas nach, Depo findet wieder besser ins Spiel. Trotzdem müssen wir bald auch das 1-2 hinnehmen. Ein hoher Ball fliegt über die Abwehr, Kai zögert einen Moment zu lange, der Stürmer des Gegners köpft ihm den Ball sozusagen vor den Fäusten weg. 1-2. Fast gelingt uns kurz vor der Pause nach einer wunderbaren Kombination über Miki, Tom und Gastspieler Davide der Ausgleich. Doch der Freestyle-Goalie reagiert glänzend.

Nach dem Wechsel stellen wir auf das gewohnte 4-4-2 um, stehen etwas höher und finden insgesamt besser ins Spiel. Dennoch fällt bald das 1-3. Ein satter Schuss aus kurzer Distanz unter die Latte, nachdem wir trotz mehreren Anläufen den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen.

Depo muss nun noch mehr riskieren, noch konsequenter die Offensive suchen. Mit dem schönsten Angriff des Spiels gelingt uns der Anschlusstreffer. Nach einer Ballstafette über mehrere Stationen, flankt Miki punktgenau von der linken Seite in die Mitte, Res vollendet von der Strafraumgrenze mit einem flachen Direktschuss. Ein wunderbarer Treffer.

Die Hoffnung ist wieder da, währt allerdings nur für kurze Zeit. Depo verliert den Ball tief in der eigenen Hälfte, die Freestyler nutzen dies eiskalt zum 2-4 aus. Die Vorentscheidung? Nicht heute. Nicht gegen dieses Depo. Auch nach dem 2-4 liessen wir die Köpfe nicht hängen, spielen weiter mutig nach vorne und werden nach feiner Einzelleistung von Tom mit dem erneuten Anschlusstreffer belohnt. 3-4.

Noch bliebe genügend Zeit, um ein Cupmärchen epischen Ausmasses zu schreiben. Unser Ausnahmestürmer Tom tankt sich wieder einmal durch, spielt den Ball quer dem freistehenden Davide in der Mitte zu. Es ist die grosse Chance zum Ausgleich..Davides Schuss segelt übers Tor.

Die Freestyler ihrerseits kontern immer wieder gefährlich, ein schnell ausgeführter Freistoss landet am Pfosten, einen Weitschuss kurz darauf lenkt Kai mirakulös in den Corner. Den folgenden Corner köpft der grösste Freestyler ins Tor. Doppeltes Pech: Der Ball wird vom tapfer kämpfenden Simon noch abgelenkt, so dass er das entscheidende Quäntchen zu hoch ist, um von Res am Pfosten noch abgefangen zu werden. 3-5.

Wieder müssen zwei Tore her. Wieder weigert sich Depo aufzugeben. Wir drücken unseren Gegner noch einmal in seine Hälfte und erhalten, zu Recht, den zweiten Handspenalty an diesem Abend. Wieder Kai. Wieder eiskalt. 4-5. Geht hier noch etwas? Nein. Die Zeit ist zu knapp. Die Freestyler retten sich über die Linie.

Jungs. Selten stand ich bei so einem geilen Spiel auf dem Rasen. Wie wir an diesem Abend gekämpft und nie aufgegeben haben, war wirklich ganz grosses Kino. Ja, ich kann es so sagen, es machte mich richtig stolz ein Teil dieses Teams zu sein. Angefeuert von unserer Kurve haben wir unseren Teil zu dieser ganz speziellen Cup-Atmosphäre beigetragen.  Wir waren sehr nahe dran am Finale, hätten dieses Spiel auch gewinnen können.

Aber, und das muss auch gesagt sein, die Freestyler haben verdient gewonnen. Sie waren insgesamt gesehen an diesem Abend ein birebizeli stärker als wir.

#depoomuerte #nächstesjahristunserjahr #hayfutbolhaypasion

Depo:

Tor: Kai

Abwehr: Simon, Bene, Jonathan, Bänz, Tom Lüthi

Mittelfeld: Benno, Res, Rico, Simon Schwarz, Davide, Marco, Miklos

Sturm: Tom, Severin

Kurve: Kaspar, Haile, Huber und Sibylle (Danke euch! War echt speziell von lauten Depo-Rufen nach vorne getrieben zu werden 🙂 )

Bericht: Rico

3 Gedanken zu „Die Mutter aller Cup-Niederlagen“

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