Sonntag, 2. Juli 2017 – Meisterschaft

Depo vs. Olympique Lettenwiese – 3:1

Der Gegner hatte einen Shorunmu, aber wir hatten Ike

Wieder ein Gegner aus dem Tabellenkeller mit erst 3 Punkten auf dem Konto: Formsache für formstarkes Depo? Mitnichten!

Nach der ersten Saisonniederlage vor einer Woche gegen Aurora konnte die Devise gegen Olympique Lettenwiese (11./3 Punkte) nur lauten: Zurück zur Normalität! Damit es uns aber nicht langweilig wurde beim Siegen, hatte sich Coach Benno für die Aufstellung die eine oder andere Überraschung ausgedacht. Anstelle des erprobten Abwehrduos um Vogel/Schrämli schob er El Presidente als Sechser ins Mittelfeld, hinten verteidigte dafür Jonas an der Seite von Simon. Für die Offensive hatten wir soviel Power beisammen wie wohl noch nie in dieser Saison: Unsere drei Torgaranten Kasper, Miklos und Tom waren da, Fabian und Linus ebenso, dazu als Jüngster erstmals der pfeilschnelle Ike (getauft nach Shorunmu, aber als Spielertyp mehr so der Shabani). Und irgendwann vor der Pause kreuzte auch noch Andreas Meier auf («Shit, ich han gmeint, es fangt am halbi 4i aa»).

Der sechste Saisonsieg, Cup mitgerechnet, war mit diesem Kader Pflicht – aber zur Formsache wurde das Ding nicht. In den ersten 20 Minuten wackelte Depo mehrfach bedenklich, der Gegner war nicht besser, aber bissiger und zielstrebiger. Die Folge: ein früher Lattentreffer, bald darauf rettete uns der Pfosten vor einem Rückstand. Souverän wäre anders.

Depo hatte auch einige hochkarätige Chancen – aber der Gegner seinen klar besten Mann zwischen den Pfosten. Oder im FCZ-Jargon: Wir hatten Ike, sie aber hatten einen Shorunmu, der unsere Stürmer mit teils mirakulösen Paraden an den Rand der Verzweiflung brachte. Auf der einen Seite rettete also das Aluminium, auf der anderen der Goalie – so ging es mit einem beidseits schmeichelhaften, also gerechten 0:0 in die Pause. Der Plan für die zweite Halbzeit: höher stehen, früher pressen.

Dann gleich ein perfekter Steilpass auf Kasper, der den Ball im Strafraum so sauber an- und mitnahm, dass sich der Verteidiger nur noch mit einem Foul zu helfen wusste. Klarer Fall: Penalty, Reklamationen gabs keine. (Und jetzt bloss keine schlechten Witze wegen Depo und Penaltys!) Kai trat wieder an und versenkte ihn diesmal trocken und humorlos. (Und hier bloss keine Sprüche über deutsche Tugenden.) Item, ein Start in die zweite Hälfte, wie er besser nicht hätte sein können.

Die Defensive stand jetzt sicher, aber ansonsten lief das Spiel ähnlich weiter wie zuvor: Depo hatte seine Chancen zum 2:0, der Goalie parierte alles, und Olympique hatte auch seine gefährlichen Szenen – wenn auch seltener. Und irgendwann, etwa eine Viertelstunde vor Schluss, war es dann doch passiert. Ausgleich zum 1:1, die Olympischen wollten mehr.

Doch jetzt, wo der Gegner heiss war, blieb Depo richtig cool. Aussenbilly Haile an vorderster Front scheiterte noch zweimal als Kopfballungeheuer, in der Schlussphase hatte dann Thomas seinen grossen Auftritt. Erst tanzte er seinem letzten Gegenspieler Knoten in die Beine und hämmerte den Ball dann am machtlosen Torhüter vorbei ins Netz. Wenig später spielte sich Ike am linken Flügel durch und legte den Ball am Goalie vorbei in die Mitte, wo Thomas nur noch zum 3:1 einschieben musste.

Das Resultat standesgemäss, der Auftritt noch nicht wieder so souverän wie vor zwei Wochen im Cup. Aber geil wars. Rückrunde, here we come!

Floke

5 Gedanken zu „Der Gegner hatte einen Shorunmu, aber wir hatten Ike“

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