Sonntag, 25. Juni 2017 – Meisterschaft

Depo vs. Aurora – 1:2

Der Bericht, den niemand schreiben will

Sie musste kommen, diese erste Saisonniederlage. Dass sie so überhaupt nicht zwingend war, machts noch ärgerlicher. Aber wer weiss, vielleicht der berühmte Dämpfer «zum richtigen Zeitpunkt» … Im neuen Modus ist man ja nicht so rasch weg vom Fenster.

Nichts ist gefährlicher als ein Gegner, den man eine Woche zuvor problemlos dominiert hat. Aurora war geladen und mental bereit für die Cuprevanche – wir gingen eine Spur zu lasch, zu unentschlossen und vermutlich mit dem Quäntchen Überheblichkeit ans Werk, das ihnen ausreichte, gleich mit dem ersten Vorstoss in Führung zu gehen. Einen Blitz-Angriff über links schloss der Gegner mit einem geglückten Lobball über unseren machtlosen Simi hinweg ab, 0:1.

Gleich im Gegenzug bietet sich Depo die Möglichkeit zum raschen Ausgleich, aber Kasper trifft nur die Latte. Nach rund zwölf Minuten ist der gegnerische Goalie schon überwunden, aber, ach: Ein Verteidiger haut Nicos Ball noch von der Linie weg.

Sollte man hadern, dass Miki an allen Ecken und Enden fehlte, dass es uns wegen Vögis Erkrankung hinten an Sicherheit mangelte? Nein, das mit den Gästen Patric, Nico, Fabian und dem später eintreffenden Tom verstärkte Deportivo schlug sich heute ganz einfach selbst. Zwar liessen wir nach dem frühen Gegentreffer in der Verteidigung eigentlich nicht mehr viel zu, und wenn wir mal patzerten, retete der herauseilende Simon mirakulös. Aber es fehlte im ganzen Deportivo-Spiel lange Zeit der letzte Kick Bereitschaft – und das Glück. Und wenn dann noch ein ärgerlicher Penalty dazukommt … Rund zehn Minuten nach der Pause taxiert der Schiri einen Schubser von Simon Schrämmli streng, aber korrekt als elfmeterwürdig. Aurora lässt sich die Chance nicht nehmen, Simi ahnt die Ecke und segelt ganz knapp am Heldenstatus vorbei. Scheisse. 0:2. Das wars dann.

Wars das? In den letzten zwanzig Minuten zeigt Depo endlich die Entschlossenheit, den Kampf- und Teamgeist sowie die Bereitschaft, die Zweikämpfe anzunehmen – all das, was uns bisher 2017 so stark gemacht hat. Wenn dies das wahre Depo ist, müssen wir es das nächste Mal unbedingt wieder zeigen. Und zwar vom ersten Augenblick an. Zumal mit unserer Schlussoffensive hätten wir mindestens einen Punkt verdient, aber Fussball ist nicht immer gerecht, und wenn wir ehrlich sind, war uns das Glück heuer auch schon hold. Heute nicht: Simons Kopfball wird pariert, weitere Depo-Abschlüsse gehen knapp daneben, die nun enorm wirbligen Fabian und Tom bleiben im Sturm glücklos. Wobei letzterer mit dem Schiri hadert: Kurz vor Schluss kommt er, bedrängt von drei Aurorern, im Strafraum zu Fall und reklamiert Penalty, bekommt den Pfiff aber nicht. Der Schiri argumentiert hinterher, es sei von einem Verteidiger der Ball gespielt worden, ehe Tom in Rücklage geriet.

So bleibt es beim schön herausgekämpften Anschlusstreffer durch Res und einer bitteren 1:2-Niederlage … Die dann halt jemand – Strafaufgabe! – noch in Worte fassen muss.

Grossen Dank ans früh aufstehende Schiri-Trio Haile, Serge, Patrick!

Und Hopp Depo – ¡Hasta la victoria siempre! Die Saison ist jung wir sind es auch!

#fastungeschlagen_2017

Bänz

2 Gedanken zu „Der Bericht, den niemand schreiben will“

  1. Ganz gross der Bericht! Wurde richtiggehend emotional am Strand in Apulien. Die nächsten 7 Tage gelten der Vorbereitung zum Vorrundenabschluss! #depoomuerte

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