Sonntag, 24. August 2014 – Cup

Depo vs. Zenit – 1:4

Coupe d’honneur: Auftakt ging voll in die Hose!

Ein mediokres Zenit bezwingt uns völlig unzwingend 4:1, und man hat das Sch…-Wort auf den Lippen. Auch wegen all derer, die das Team im Stich gelassen haben.

Unglaublich, dass man sich so viele Möglichkeiten erspielen und nur eine davon verwerten kann! Dieser Match war eine einzige verpasste Chance – und zwar bereits im Vorfeld. Es kann doch bei einem 35-Mann-Kader nicht sein, dass man am Samstag um 23 Uhr noch per WhatsApp notfallmässig Leute zusammentrommeln muss, um am Sonntag früh bei Anpfiff elf Kerle auf dem Platz zu haben! Da hat man im Cup das Losglück eines absolut schlagbaren Teams aus der Ehrenliga, Zenit, und vergibt die Chance leichtfertig …

Wobei keinem der elfeinhalb Anwesenden ein Vorwurf zu machen ist! Depo begann nämlich echt stark, kombinierte und dominierte, hielt hinten (mit einem grandios aufspielenden Rückkehrer Romeo!) dicht und kam mit schnellen Vorstössen und steilen Zuspielen durch die flinken Benno, Miro und Miki zu zahlreichen Tormöglichkeiten. Doch irgendwie liessen wir uns vom Ehrenliga-Tempo einlullen, der Match wurde zum Mätschli – womit wir den Gegner aufbauten. Prompt gelang ihm durch einen blöden, unhaltbaren Bogenball nach einem Angriff, der eigentlich schon abgewehrt war, der Führungstreffer. So was von fucking unzwingend!

Nach der Pause die Depo-Reaktion. Eine Freude, wie hoch wir nun standen und welchen Druck wir entwickelten. Und eine wahre Augenweide, wie Miro und Miki über rechts einen rasanten Angriff vortrugen, den Miki zum grossartigen und hoch verdienten Ausgleich abschloss. Schon wähnten wir uns wieder in Sicherheit, hatten wohl das Gefühl, jetzt sei der Sieg unser. Stattdessen kam es aus einem Gewusel vor unserem Tor heraus durch Unachtsamkeit zur erneuten Zenit-Führung, und als sich ein gegnerischer Stürmer kurz darauf einen unglücklichen Querpass schnappte und zum 1:3 davonzog, war das Spiel wohl schon verloren. Vor allem in unseren Köpfen. So blieb das 1:4 – nachdem wir nun alles nach vorn warfen und erneut Chance um Chance erspielten – eine ärgerliche Dreingabe. Scheisse, die haben uns mit Geduld, Taktik und Zusammenspiel augekontert.

Wir haben die Einladung, im dieser «Coupe d’honneur» Furore zu machen, zwar noch nicht ganz vertan – aber einstweilen leichtfertig nicht wahrgenommen. Und das ist ärgerlich.

Bänz Friedli

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