Deportivo: im Festzelt top, auf dem Rasen flop!
2004 Bilder für eigene Dia-Show (.zip 17.5 MB)
2003
Photoalbum von Oklé & Photoalbum von Scheller
Filme von Oklé & Bilder für eigene Dia-Show, Oki und Schelli (.zip)
Liebe Stamser, liebe Daheimgebliebenen
Nun, der Reisebericht vom Deportivo-Pfingstreisli liegt vor euch, obwohl ich
halt immer noch mit unerklärlichen Nachwehen kämpfen muss (Müdigkeit,
Magenprobleme). Der Titel darf es vorwegnehmen: wir können Feste feiern, dies
gewiss. In fussballerischer Hinsicht gibt es noch Verbesserungspotenzial.
Mit erstmals genügend Spieler (der Jenni hatte noch zwei Tiroler
irgendwie/irgendwo aufgetrieben) durften wir auch dieses Jahr wieder ins
wunderschöne Stams ans Pfingstturnier mit 17 internationalen Teilnehmern fahren.
Trotz kurzer und sehr angenehmer Anreise machten wir am Freitag das einzig
Richtige: wir gingen früh zu Bett um uns auf das Turnier vorzubereiten. Ausser
der Huber Patrick wie auch der Schumm-Moreno Oliver konnten es nicht lassen und
versuchten ihr Glück noch in Innsbruck, was aber nicht sehr erfolgreich endete
(eigene Aussagen). Am Samstag ging es dann zur Sache (fussballerisch meine ich).
Das erste Spiel gegen den FC Wallisellen entpupte sich als vorgezogener Final,
denn der FC Wallisellen durfte als Turniersieger nach Hause. Trotz guter
Leistung mussten wir unglücklich das 1:0 hinnehmen und konnten auch nicht mehr
ausgleichen. Der zweite Match wurde dann zur (fast-)Blamage. Gegen ein 6. Liga
Team (mit Frauen und vielen Betrunkenen) konnten wir nur mit Ach und Krach ein
2:2 erzwingen (Torschützen Blattmann und Schumm-Moreno). Im 3. Spiel wurde
unsere Klasse von jugendlicher Geschwindigkeit einfach überfahren und das 3:0
war ein logisches Resultat. Somit war Eines für den Sonntag klar: wir müssen uns
mit den hinteren Rängen zufrieden geben. Trotzdem war die Stimmung sehr gut,
denn der Abend stand ja auf dem Programm und das Festzelt war für uns gerichtet
worden. Wir führten interessante Gespräche mit Einheimischen um dessen Kulturen
besser kennen zulernen. Auch wurden einige Bekanntschaften geschlossen, vor
allem die Huber Brothers entwickelten eine "Ich-will-dich-kennen-lernen"-Technik
die seinesgleichen sucht. Mit unglaublicher Treffsicherheit agierten die Beiden
als würden sie den ganzen Tag (oder Nacht) nichts anderes machen. Imponiert von
diesen Talenten mussten wir Stadtzürcher also zugeben: die Aargauer wissen wie
man nette Menschen kennenlernt. Mit Vogelgezwitscher und Morgenrot durften wir
erschöpft aber glücklich mit vielen neuen Eindrücken ruhig einschlafen.
Der Sonntag war fussballerisch eher unglücklich. Jeder Kopfball zerstörte ein
wichtiger Teil unserer Hirnzellen und trotz Müdigkeit und weiteren Blessuren
konnten wir also gegen die Schwächsten der Schwachen, die Blindesten der
Blinden und die Besoffensten der Besoffenen keine Tore mehr schiessen und wurden
ohne Wenn und Aber Zweitletzter des Turniers. Somit war die Illusion des
Turniersieges vorläufig aufs nächste Jahr verschoben. Doch wir liessen die Köpfe
nicht hängen, denn unsere stärkste Disziplin stand ja am Abend noch auf dem
Programm: nette Menschen kennen lernen. Die beste Coverband der Welt (www.torpedos.at)
machte aus 11 frustrierten Depos ein ganz lustiger Haufen (siehe Bilder). Die
Bekanntschaften vom Samstag wurden zum Teil noch vertieft oder beendet, je nach
häuslicher Situation. Auch am Sonntag konnte man von den Praktiken der Huber
Brothers sich eine Tranche abschneiden, beide waren wie immer in Hochform.
Jedenfalls durften wir wieder mit Vogelgezwitscher und Morgenröte glücklich und
saubesoffen für 2 Stunden schlafen gehen. Denn schon nahte wieder der Abschied.
Fazit: auch dieses Jahr liefert Stams wieder Diskusionsstoff für die Zeit bis zu
den nächsten Pfingsten. Es ist wunderbar zu erfahren, dass wir zwar nicht gerade
wunderbar Tschutten können aber dafür 11 echte Freunde sind, die auch in
schweren Zeiten (Übelkeit, Filmriss) zu einander stehen. Ich möchte mich an
dieser Stelle speziell bei Paparazzi Scheller bedanken, der die ganze OG dieses
Anlasses kurzfristig vom absenten Bliggi übernommen hat und dies mit grösster
Zufriedenheit aller erledigt hat. Danke auch dem Bliggi, der offensichtlich
stark vermisst wurde (nicht im Festzelt, dort kennen wir uns aus, sondern auf
dem Rasen) und leider erst nächstes Jahr alles Verpasste nachholen werden kann.
Somit geht ein weiteres Kapitel in die Depo Geschichte ein. Es war wie immer
saugeil mit euch. Schöne Woche und bis bald. Gruss Roger.